Coding Dojos

July 31, 2014

Written by Jens Nerche

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Wenn man zum Arzt geht, erwartet man schon, dass man nach dem aktuellen Wissenstand behandelt wird. Ärzte sollte sich immer up to date halten und weiterbilden.

Wenn man zum Konzert geht, erwartet man, dass die Musiker ihre Instrumente beherrschen. Sie sollten jeden Tag üben und die Stücke sauber spielen können.

Und bei uns Softwareentwicklern? Die Kunden erwarten auch, dass wir ihren Produkte nach aktuellem Wissensstand erstellen, dass wir unsere Werkzeuge beherrschen, uns up to date halten, weiterbilden. Und üben? Ja, üben! Oder sollen wir etwa mit dem neuen Framework, der neuen Programmiersprache, der gerade aktuelle durchs Dorf getriebene Sau im kritischen Kundenprojekt experimentieren?

Bei Kontext E haben wir daher vor einiger Zeit Coding Dojos eingeführt. Alle Interessenten treffen sich regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat, um gemeinsam zu üben. Die Leitung wandert von Mitarbeiter zu Mitarbeiter. So kommen neue Ideen zum Tragen und man muss nur einmal aller paar Wochen auf den Spaß des Programmierens verzichten. Denn Freude ist bei allen dabei, die einmal im Monat das Alltagsgeschäft hinter sich lassen können, den Dschungel des gewachsenen Codes verlassen und auf der grünen Wiese gefahrlos neue Sachen ausprobieren können.

Inhaltlich wird viel Abwechslung geboten. Ein klassischer Code Retreat mit dem Game of Life war dabei, Katas aus dem Kata-log, Refactoring von Legacy Code bis hin zum Prototypen einer Anwendung. Dabei werden immer die Techniken Test Driven Development und Pair Programming geübt. Je nach Aufgabe kommen weitere hinzu: Verzicht auf liebgewonnene Sachen wie primtive Datentypen, Zuweisungen oder die Maus. Das Kennenlernen einer NoSQL-Database - wir haben Neo4J verwendet. Continuous Integration mit dem TFS, das Kanban-Board, Mock-Frameworks, Pattern - um nur wahllos ein paar herauszugreifen.

Ein spannender Punkt ist auch, dass wir in der täglichen Arbeit in die Java-Guys und die .NET-Frakation getrennt sind. Beim Coding Dojo sitzen wir aber gemeinsam vorm Rechner. Das gibt die Chance, vom anderen Lager zu lernen: die andere Programmiersprache, die andere Kultur, neue IDEs.

Wir verwenden auch andere Formen der Weiterbildung: Lehrgänge, Zertifizierungen, Konferenzbesuche, In-House-vorträge, die gut sortierte Bibliothek, Konferenzvideos. Aber den größten Effekt auf die tägliche Arbeit haben die Coding Dojos. Sie verändern die tägliche Arbeit bei vielen am nachhaltigsten. Die investierte Zeit lohnt sich - Nachahmung ist auf jeden Fall gewünscht!

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Making the build green again although there are dependencies in the wrong direction - and document them in the architecture documentation Continue reading

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Published on January 05, 2017